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CARLO ABARTH – EIN MERANER MYTHOS
In diesem Jahr jährt sich der 100. Geburtstag des bekannten Fahrzeugkonstrukteurs, Motorradrennfahrers und Unternehmers Carlo Abarth. Sein Name wird in aller Welt mit Geschwindigkeit und Motoren in Verbindung gebracht.
Doch nur wenige wissen, dass er eigentlich quasi ein Meraner ist. Es war sozusagen ein Zufall, dass Abarth in Wien geboren wurde. Sein in Meran gebürtiger Vater Karl diente im österreichisch-ungarischen Heer. Aus der Ehe mit der Tochter eines Industriellen gingen zwei Kinder, Anna und Karl, der sich später Carlo nannte, hervor.

Großvater, ebenfalls mit Namen Karl, war Hotelier, besaß eine Metzgerei unter den Meraner Lauben, war Betreiber der Poststation Meran – Landeck, Besitzer eines Bauernhofes und Unterstützer verschiedener Aktivitäten. Mitte der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begründete er mit Josef Fuchs die Brauerei Forst.

Im Jahr 1918 beschloss Carlos Vater, mit seiner Familie nach Meran zurückzukehren. Doch die Ehe scheiterte und die Mutter kehrte mit den beiden Kindern nach Wien zurück. Schon in jungen Jahren galt Carlos ganz Passion den Motoren und besonders den Motorrädern. In den 30er Jahren zählte er selbst zu den erfolgreichsten Rennfahrern Europas. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verliess Abarth Wien und gelangte über die Stationen Triest und Slowenien schlussendlich nach Meran.

Hier wurde er in jeder Hinsicht zum „Italiener“, nahm auch den Namen Carlo Alberto an. Nach Kriegsende betrieb er für einige Jahre ein Fahrradgeschäft. Doch die Motoren und die Geschwindigkeit verfolgte ihn weiterhin. Dem bekannten Pilot Tazio Nuvolari gelang es schließlich, Abarth zunächst nach Mailand, später nach Turin zu „entführen“, wo er endlich sein Talent als Konstrukteur und Erfinder von Motoren beweisen konnte.

In diesem Jahr, anlässlich des 100. Geburtstages, stellt Fiat in Japan die neuen Modelle Abarth vor.